Dorfentwicklung

Eppelsheim wurde erstmals 782 im Lorcher Codex erwähnt.

Eppelsheim liegt im süd-östlichen Teil unserer Verbandsgemeinde. Die rund 1300 Einwohner fühlen sich wohl in der Effenkranzgemeinde. Ein 1,3 km langer, aus dem  Mittelalter stammender Dorfgraben, dem Effenkranz, umschließt herzförmig den historischen Ortskern. Der Dalberger Turm als Wahrzeichen von Eppelsheim und die in Naturstein (Hydrobienkalk aus dem Tertiär) errichteten Häuser prägen das Dorf. In der Dorfmitte am Rathaus mit dem Dinotherium-Museum, der Kirche und dem Scheunencafé lädt der Rathausplatz unter der schattigen Eiche in den Sommermonaten zum Verweilen ein. Die Dorferneuerung hat bereits seit 1989 Tradition in Eppelsheim. Viele Projekte sowohl in der Gemeinde und als auch im privaten Bereich wurden gefördert und prägen heute das hübsche Dorfbild. Die Mitglieder des Eppelsheimer Verschönerungsverein e.V. betreuen seit 1880 den unter Schutz gestellten Effenkranz. Eppelsheim wurde dreimalig (1993, 2007 und 2017) im Dorfwettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" auf Bundesebene prämiert und erhielt vom Land Rheinland-Pfalz die Sonderpreise für "Vorbildliche Innenentwicklung" und "Grün in der Landschaft".

Das rege Dorfleben wird geprägt von 10 rührigen Ortsvereinen, die sich kulturell und sportlich betätigen. Das vom Vereinsring e.V. betriebene Scheunencafé rundet das Angebot ab.

Landwirtschaft und Weinbau prägen unsere Landschaft. Bekannteste Weinlage ist der Eppelsheimer Felsen. Durch die verkehrstechnisch gute Lage arbeiten viele unserer Bürgerinnen und Bürger im Rhein-Main und im Rhein-Neckar Gebiet. Hier sei auch der Stundentakt der Bahn in Richtung Alzey und Worms mit Anschluss an die Großnetze Mannheim und Frankfurt nicht unerwähnt. Abgerundet wird dies vom Anschluss an die A 61. Den Eltern steht die Kindertagesstätte am Effenkranz als 2-gruppige Einrichtung mit Naturforscher-Projekt zur Verfügung; hier werden die Kinder ab 2 Jahre betreut.

Unter Paläontologen ist die geologische Eppelsheim-Formation für ihren Fundreichtum bekannt. Es handelt sich dabei um Ablagerungen des Ur-Rheins, der vor ca. 10-11 Millionen Jahren breitläufig hier entlang floss. Die Bezeichnung Dinotheriensande fußt darauf, dass sie verhältnismäßig viele fossile Zähne und Knochen unter anderem der Rüsseltier-Gattung Dinotherium giganteum enthalten. Dazu laufen seit 20 Jahren Ausgrabung des Naturhistorischen Museums Mainz und der Landessammlung Rheinland-Pfalz im Grabungsschutzgebiet in der Nähe des Naherholungsgebiets `Am Huckenhof. Das Dinotherium-Museum im Rathaus dokumentiert die 35 ausgestorbenen Säugetierarten, davon 25 erstmals in Eppelsheim gefunden und beschrieben, und die Lebensbedingungen, die vor 10 Millionen Jahren vorherrschten. Mittelpunkt bildet der im Jahre 1835 gefundene Dinotherium-Schädel.

Besonders empfehlen sich die drei ausgeschilderten Wanderwege in und um Eppelsheim: der Effenkranzweg, der Kalkofenweg und der Dinotheriumweg.