Diese Webseite nutzt Cookies

Diese Webseite nutzt Cookies zur Verbesserung des Erlebnisses unserer Besucher. Indem Sie weiterhin auf dieser Webseite navigieren, erklären Sie sich mit unserer Verwendung von Cookies einverstanden.

Biodiversität - biologische Vielfalt im Naherholungsgebiet am Huckenhof

21. Jul 2019
Von: Dr. Axel Schönhofer

Am 28.06.2019 fanden zwei Exkursionen unter der Leitung von Dr. Axel Schönhofer von der Restitutionsökologie Brauner im Naherholungsgebiet am Huckenhof –ehemaliges Munitionslager- statt, die erste zur allgemeinen Information der Bevölkerung, die zweite als Kartier-Exkursion des Botanischen Arbeitskreises der Rheinisch Naturforschenden Gesellschaft. Die botanische Erfassung stellte an diesem Tag insgesamt 18 neue Pflanzenarten für das bereits gut durchforschte Gebiet fest, ein Anstieg von vormals 166 auf 184 Arten und damit um 11%. Das Einbringen artenreichen Wiesenheus im Gebiet zeigt hiermit ebenfalls erste Wirkung, treten doch zahlreiche Arten neu an den Ausbring-Stellen auf (Sand-Esparsette, Zottiger Klappertopf, Kelch-Steinkraut, Echter Knollenkümmel). Zudem steigt die Zahl der gefährdeten Arten von 8 auf 11, was die qualitative Steigerung des Arten-Inventars bedeutet. Dies insbesondere, da die Sand-Esparsette auf der im Druck befindlichen Roten Liste als vom Aussterben bedroht eingestuft werden wird (aktuell RL3, gefährdet) und ihr Vorkommen in Eppelsheim einen aktiven Beitrag zur Erhaltung der Art in Rheinland-Pfalz darstellt.

Die Biodiversität im Gebiet soll hier kurz numerisch verdeutlicht werden. Sie lässt sich anhand der innerhalb einer geographischen Erfassungseinheit (Messtischblatt-Quadrant) bisher registrierten Pflanzenarten qualitativ ermitteln. In dem Eppelsheim einschließenden Quadranten liegt die Artenzahl bei 490. Damit finden wir am Huckenhofer Weg bereits mehr als ein Drittel (38%) aller Pflanzenarten, was das Gebiet zu einem echten Hotspot in der näheren Umgebung macht. Verglichen mit anderen Quadranten der Umgebung (6214/1: 689 Arten, gesamtes, Messtischblatt 6214: 947 Arten) zeigt sich die relative Artenarmut des lokalen, landwirtschaftlich überprägten Quadranten (nur 71%, bzw. 52%). Es besteht demnach weiterhin kontinuierlicher Handlungsbedarf.